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Ein Hausnotruf kann ihr Leben retten!
Wann übernimmt die Pflegekasse?
Typischerweise müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:
- Es besteht mindestens Pflegegrad 1.
- Die betreffende Person lebt überwiegend allein bzw. es ist regelmäßig niemand anwesend, der im Notfall Hilfe leisten könnte.
- Aufgrund des gesundheitlichen bzw. pflegerischen Zustands ist eine Notfallsituation zu erwarten, in der ein Hausnotruf erforderlich sein kann.
- Das Hausnotrufsystem wird von einem zugelassenen bzw. vertraglich angeschlossenen Anbieter bereitgestellt.
- Die Versorgung muss von der Pflegekasse genehmigt werden.
Der Hausnotruf gilt dabei als Pflegehilfsmittel nach § 78 SGB XI. Das System besteht grundsätzlich aus einem Hausnotrufgerät und einem Alarm-/Funksender und ist mit einer rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale verbunden.
Wie hoch ist der Eigenanteil?
Hier ist eine wichtige Unterscheidung nötig: Die Pflegekasse übernimmt nicht automatisch jeden beliebigen Tarif vollständig. Bei einem Vertragspartner der Pflegekasse wird die vertraglich vereinbarte Grundversorgung übernommen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Der GKV-Spitzenverband schreibt ausdrücklich vor, dass grundsätzlich eine mehrkostenfreie Versorgung mit einem Hausnotrufsystem angeboten werden soll.
Eigenanteil: häufig 0 € für die Standardversorgung.
Kosten können aber entstehen, wenn man zusätzliche Leistungen wählt, die über die von der Pflegekasse vorgesehene Versorgung hinausgehen – beispielsweise bestimmte Zusatzleistungen des Anbieters. Diese Mehrkosten muss man grundsätzlich selbst tragen.
Wichtig ab 2026
Zum 1. April 2026 sind neue bundesweite Verträge des GKV-Spitzenverbandes zur Versorgung mit Hausnotrufsystemen in Kraft getreten. Deshalb sollte man darauf achten, dass der Anbieter tatsächlich mit der eigenen Pflegekasse abrechnen kann.
Praktischer Tipp: Nicht zuerst einen Hausnotrufvertrag privat abschließen. Besser zunächst bei der Pflegekasse einen Antrag auf „Versorgung mit einem Hausnotrufsystem als Pflegehilfsmittel“ stellen bzw. einen Anbieter wählen, der die Genehmigung direkt mit der Pflegekasse abwickelt.
Aktuelles
Besser schlafen im Alter
Gerade im Alter haben viele Menschen Schlaf, - und EinschlafProbleme. Oft hilft schon der Austausch der Matratze, oder des Kokfkissens.
Fit im Alter
Alt zu werden gehört zum Leben. Dabei bedeutet das Älterwerden nicht automatisch, dass man krank, unbeweglich oder abhängig von anderen Menschen werden muss. Viele Menschen können auch im höheren Alter aktiv, selbstständig und lebensfroh bleiben. Entscheidend ist, dass man rechtzeitig auf seinen Körper achtet und Bewegung, gesunde Ernährung, geistige Aktivität und soziale Kontakte zu einem festen Bestandteil des Alltags macht.
Bewegung als Grundlage für ein aktives Leben
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Fitness im Alter ist regelmäßige Bewegung. Dabei muss man keinen Leistungssport betreiben. Schon tägliche Spaziergänge können viel bewirken. Wer beispielsweise jeden Tag 30 Minuten zügig spazieren geht, trainiert das Herz-Kreislauf-System, bewegt die Gelenke und stärkt die Muskulatur.
Besonders wichtig ist eine Kombination aus Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht.
1. Ausdauer trainieren
Für die Ausdauer eignen sich Aktivitäten wie:
- zügiges Gehen oder Wandern
- Fahrradfahren oder Ergometer
- Schwimmen oder Wassergymnastik
- leichtes Tanzen
- Treppensteigen
- Nordic Walking
Man sollte sich dabei so bewegen, dass die Atmung etwas schneller wird, man sich aber grundsätzlich noch unterhalten kann. Wer bisher wenig Sport gemacht hat, sollte langsam anfangen und die Dauer allmählich steigern.
2. Muskeln stärken
Mit zunehmendem Alter verliert der Körper natürlicherweise Muskelmasse. Deshalb ist Krafttraining besonders wichtig. Starke Muskeln erleichtern alltägliche Tätigkeiten wie Treppensteigen, Aufstehen vom Stuhl, Einkaufen oder das Tragen von Gegenständen.
Ein einfaches Training kann bereits zu Hause durchgeführt werden. Beispielsweise kann man mehrmals langsam von einem stabilen Stuhl aufstehen und sich wieder hinsetzen. Auch Übungen wie Wandliegestütze, leichtes Kniebeugen oder das Training mit einem elastischen Fitnessband können sinnvoll sein.
Wichtig ist, die Übungen kontrolliert auszuführen und nicht mit zu schweren Gewichten zu beginnen. Bei bestehenden Beschwerden sollte man vorher mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapeutin bzw. einem Physiotherapeuten sprechen.
3. Beweglichkeit erhalten
Bewegliche Gelenke machen den Alltag leichter. Deshalb sollte man regelmäßig sanfte Dehn- und Beweglichkeitsübungen durchführen. Dazu gehören beispielsweise langsame Bewegungen für Schultern, Arme, Hüfte und Beine.
Auch Yoga oder spezielle Seniorengymnastik können eine Möglichkeit sein. Dabei geht es nicht darum, möglichst schwierige Übungen zu schaffen, sondern darum, den Körper regelmäßig und ohne Überforderung zu bewegen.
4. Gleichgewicht trainieren
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Gleichgewicht. Im höheren Alter können Stürze zu ernsthaften Verletzungen führen. Deshalb sollte das Gleichgewicht regelmäßig trainiert werden.
Eine einfache Übung besteht darin, sich hinter einen stabilen Stuhl zu stellen und sich bei Bedarf festzuhalten. Danach kann man versuchen, für einige Sekunden auf einem Bein zu stehen. Auch langsames Gehen auf einer gedachten Linie oder spezielle Gleichgewichtsübungen können hilfreich sein.
Sicherheit geht dabei immer vor. Übungen mit erhöhtem Sturzrisiko sollte man nicht allein durchführen.
5. Soziale Kontakte
Soziale Kontakte sind im Alter besonders wichtig, weil sie Einsamkeit verhindern und das Wohlbefinden steigern. Familie, Freunde oder Bekannte geben älteren Menschen Unterstützung, Sicherheit und das Gefühl, dazuzugehören. Außerdem fördern soziale Aktivitäten die geistige und körperliche Gesundheit und können die Lebensqualität verbessern.
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